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    May 12

    31ste zwijgende Voettocht/31. Schweigemarsche (Zuidpene/Westhoek)

     
     
     
    "Unser(e) Haus brennt Identität stirbt langsam aus und wir schauen woanders hin !"
     
    Jacques Chirac
     
     
     
    April 06

    Zum Kàrfridig

     

    Der Isenheimer Altar (bei Kolmer-Musée Unterlinden) von Matthias Grünewald (Anfang 16. Jahrhundert), erste Schauseite.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Isenheimer_Altar

    http://www.musee-unterlinden.com/

    March 01

    Boche, hàlwer Schwob, Hasebock, schlachter Franzos

     
     
     
    Airbus aux Guignols
    Envoyé par alsator
     
    Miner Grossvàter het emol züe mr g'sàtt: "wann d'Innafranzose uns nie meh às Boche betràchte, dànn ìsch 's mit unsre elsassische Bsonderheit ('s Elsassertum) amen." 
     
    Question(s): Peut-on rire de tout ? Et peut-on rire avec tout le monde ?
     
     
    Desproges requisitoire
    envoyé par nausicaaesteban

     Oui et mille fois oui, tant que c'est drôle !

    Retour à l'envoyeur, donc...

    - Pourquoi les habitants du monde entier voudront-ils tous immigrer en France à la fin du monde ?
    - Parce qu'il savent que la France a cinquante ans de retard.

    - Quelle différence y a t'il entre le modèle français et le cancer ?
    - Le cancer, ça évolue.

    La prochaine fois qu'il y aura une guerre en Europe, le vainqueur forcera le vaincu à annexer la France !

    - Pourquoi la France a t'elle pour symbole le coq ?
    - Parce que c'est le seul animal qui chante avec les deux pieds dans le fumier.

    Petit extrait du site carrément décomplexé de tout nombrilisme cocoricon: http://www.contreculture.org/

    February 26

    Elsasser

     
    Sàg m'r a mol
    Hesch Dü verlàngt Elsasser z'ware ?
    Sàg m'r amol
    Wer het denn b'stimmt dàss Dü do liebsch un labsch ?
    Sàg m'r amol
    Ob's net d'r wart esch d'Muetersproch z'bewàhre ?

    Zeig sàg
    Ob dü di Bodesstandikeit àbgabsch ?
    Ech glaüb
    Mer han a grossi chànce en uns'rem Lànd.
    Ech glaüb
    Die derf'ma nie verderre lo.
     
    Ech glaüb
    D'Muetersproch muess g'schetz se Hànd en Hànd,
    Denn glaüb mer,
    Ohne unsri Helf versterbt die Sproch ananderno !
    Mer mien
    Als Elsasser, gràd wie d'Baske un d'Bretone
    Unser Dialect fer immer hoch en Ehre hàlte.

    Mer mien's
    D'r Jugend immer un immer weder stàrk betone,
    Dàss niemols
    Z'grund geht d'Ewerleferung vu uns're Alte.
    Wurum denn
    Soll's net "CHIC" se elsassich z's schwatze ?

    Wurum denn
    Solle mer net unsri Eigenàrt verteidige ?
    S'esch secher :
    Frànzose semmer, un no làng net d'latza !
    Also,
    No reede m'r wie d'Heim, s'kàt nie kei Mensch beleidige.
    Pierre Lucas
    January 13

    Mir sin' em Geyer sini schwàrzi Hüfe

    Wir sind des Geyers Schwarze Haufen, heia oho !
    Wir wollen mit Tyrannen raufen, heia oho !
    Spieß voran ! Drauf und dran !
    Setzt aufs Klosterdach den Roten Hahn !

    Als Adam grub und Eva spann, kyrieleis,
    Wo war denn da der Edelmann, kyrieleis ?
    Spieß voran ! Drauf und dran !
    Setzt aufs Klosterdach den Roten Hahn !

    Uns führt der Florian Geyer an, trotz Ach und Bann;
    Den
    Bundschuh führt er in der Fahn',
    Hat Helm und Harnisch an.
    Spieß voran ! Drauf und dran !
    Setzt aufs Klosterdach den Roten Hahn !

    Mit blut'gen Kopfen ging's nach Haus', heia oho !
    Uns're Enkel fechten's besser aus, heia oho !
    Spieß voran ! Drauf und dran !
    Setzt aufs Klosterdach den Roten Hahn !

    Text: Heinrich v. Reder, 1865 | Malerei: Georg v. Sluyterman

    Roter Hahn=Hausbrand

    Währe dem Büürekriag (Bundschuhbewejung) isch Florian Geyer de Büürefiehrer gsi.

    December 25

    Wihnachtsowa en Katschina

    In Wiehnàchte 1944, het dr Elsässer Charles Freymuth, zwàngsingzoge in d'Wehrmàcht un deportiert às Kriagsgfangner ins sowjetische Lager Tambov, diss Gdicht gschriwe. Mr erinnere uns àn...

    Hersch du net die Glocka lita
    en d‘r heilig Wundernacht,
    gross un klein tüen sich jetz réschta,
    fer en d‘Mass um Metternacht.
    Vorhar han sie sich beschert
    met allerhand Gschankla,
    gross un klein, niema esch vergassa
    unter‘m grossa Tannaboïm.
    An das alles dankt d‘r Chari
    wo kommt zue nem der Augustin,
    un die Tràna rolla wie Bachla
    em Chari ewer‘s Gsechtla nà.

    Worum tuesch dü dann so hîla?
    Sajt d‘r Augustin zue nem.
    Junger, das kahsch dü net fühla,
    d‘heim hà ich Froï un Kender.
    Ich seh sie jetz en da Gedanka
    am Wihnachtsboïm so frehlig steh;
    en mer tüet jetz s‘Harz blüeta
    wie garn mecht ich d‘heima seh.
    Metnander gehn sie bis in‘s Zemmer
    wo noch viel Kamerada senn,
    am kleina Teschla a Gfangener tüet reschta
    üss Stacheldroht a Tanneboïm.
    D‘Ter geht uff, ass kummt ari
    d‘r Kommadant un d‘Doktera d‘rbi.

    "Ich wensch eich àlla a frohes Fescht"
    so sprecht die Rüssafroï zu uns,
    "un‘s nachschta Johr solla ehr Wihnacht fîra
    d‘heim en eirem Fameliakreis".

    A klein‘s Gschankla sie tüet verehra
    en wiss Papier scheen igweckelt
    a mouchoir wo sie salbscht het g‘steckt.
    Uns alli mächt sie garn beschanka
    doch sie hät oï net z‘viel fer sich.
    Em Zemmer esch‘s jetz mieslig stell
    Die Doktera geht wedder nüss;
    em Hentergrund hert m‘r à Stemm :
    das esch d‘r Frédensangel g‘seh.
    Die ditschi Gfangeni tüen senga :
    "Stille Nacht, Heilige Nach"
    ich hah noch nie ebs‘ schener‘s g‘hert.
    D‘hollander tüen witerscht senga
    un grossi Stella herrscht em Zemmer.
    "Minuit Chrétien" schallt durich‘s Zemmer
    "Peuple à genoux, attend ta délivrance".
    En alla Oïga Tràna stehn
    wo das Lied esch fertig g‘sunga ;
    a Stemm sàjt : wer esch das g‘seh?
    A ditscher Gfangena get d‘Antwort :
    "s‘esch d‘r Chari, d‘r Franzos"!

     

    E Märzi en Jeanne un Louis


    September 24

    's isch Herbschtzitt !

     Blüh, Junger Wein !
    Heller Sonnenschein
    läszt dich wachsen, läszt dich reifen goldenklar !
    Regen gibt dir Saft,
    Erde gibt dir Kraft
    und die Fässer füllen sich in diesem Jahr !

      

    Geigerlein spiel !
    Trauben gibt es viel,
    blau und golden wachsen sie an jedem Hang;
    seid vergnügt und singt,
    wie die Geige klingt,
    bis zur Ernte ist es nicht mehr lang !
     
    aus Märchenfahrt am silbernen Strom (Liesel Baschang-Schwarz)

    Au àn diss derf erinnert werre: d'Evakuierung

     
       Es het àn d'sellem 1. un 2. September 1939 fer so mànichi Elsässer nitt rosig üsg'sahn. Jà, àlli wu wenjer àss zwelef Kilometer vun de Front gewohnt hàn, sinn evaküiert (oder deportiert ?) worre. Sie hàn kümm e paar Stunde vor sich g'hett, fer e bissle Hàb un Güete mizenämme. Mit Ross un Wäje sinn d'Büürefàmilie àn de Sàmmelstelle ànzefàhre kumme. Dort hàn sie Vieh un Wäje müen stehn lonn. So mànichi Fàmilli het wenig genüe widderg'funde, wu sie widder heim hàn derfe. So mànicher Elsässer isch d'sellemols àn Kummer g'storwe. E Ross, e Stàll, e Hof het fer so mànichi d'Läweàrweit bediite. Si hàn alles müen stehn un leje lohn. So mànicher het au spoter dànn, diss oder d'sell e'me fremde Hof oder fremde Stàll widderg'funde...
     
       D'Fluchling het m'r in Isebàhnwaggons verlàde. Làng, däjlàng het de Transport gedüürt un vun de Läwesbedingunge welle m'r schun gàr nitt redde. Andlich sinn sie im Süd-Wescht vun Frànkriich  àng'kumme (d'meischte in Dordogne, e àrmes un waltliches Departement). Wie hätte sich die ältere Persone mit d'selle Frànzose kennte verstehn, e ànderi Sproch, un b'sunderscht e ànderi Kültür un grundverschiideni Läwesuffàsunge oft. Armi Litt ! M'r müen au dezüesetze, dàss de Empfàng nitt immer herzlich isch g'sinn (e Mol Boches gennant, 's ànder Ya-Ya, immer àls Arbfiinde betrààchtet) !
     
       Im Summer 1940 hàn zweidrittel widder heim kenne (die so genannte "Heimkehr ins Reich"), 's letschte Drittel isch erscht 1945 zeruckg'kumme.
    September 19

    D'Sprochbolle

      
       Un noch ebbs Nejs, e ànderes Schleck, het e gschickter Hàndelsanimator (Alsatix - http://www.alsatix.blogspot.com) üs 'm Owerelsàss, d'r Guillaume Baumgartner, erfunde: d'fàmose Sprochbolle. Es sinn kleini Bolle, wie G'stunze, üs verschiedeni Mahlsorte in Schokolà mit gemàhlene Hàselnusse gerollt un e Zuckerguss drum erum wie bi de Dragées. Sie sinn i'me Pàpierl ingewickelt, wu e kurzes elsässischs Sprichwort odder e typischer Üsdréck mit de frànzeesch iwersetzung drufgedrückt isch, z.B.
     
       E Güeter ! - Gsundheit ! - Ess un drink ! - D'Aüje sinn àls greeser àss d'r Maawe. - Uf'm volle Buch sitzt e luschtiger Kopf. - Wàs nutzt e grossi Plàtt wann nix drowe isch ? - Wenn's Ärschel brummt, isch 's Herzl g'sund. - D'r Glauwe màcht selig un d'r Win màcht frehlig. - D'r Hunger màcht üs Brot Läbküeche. - D'Geiss gibt Mellich un d'r "Bock" gibt Bier ! - Alter Win un jungi Wiwer sinn d'beschte Zitvertriwer ! - Fer ze hirote müess m'r zweit sinn. - D'Liab geht bim Mànn durich de Maawe ! - In de Not fresst ar de Daifel Mucke ! - E güater Kàffee hilft verdauwe. - Vum kàlte Kàffeedàmpf wurd m'r scheen !  
     
    Der Schnàwelpeter
     
       Ingesàmt sinn 80 Sprichwerter un 10 unter-/ewerländischi Variànte ufgdreckt worre. D'gànze Lischte steht uf zallere Syte: http://sprochbolle-boules-dialectales.blogspot.com.
    September 07

    Deutsche aus Nordschleswig in Besuch

      
       Welche Erwartungen hatten wir vor unserem Besuch in Elsass Lothringen? Jedes mal wenn man über Minderheitenrechte sprach wurde Frankreich, wie auch Griechenland als Negativbeispiel genannt. Deswegen waren wir nicht wenig überrascht als wir nach Straßburg kamen und zweisprachige Straßenschilder vorfanden. Diese zweisprachigen Straßenschilder wurden dann aber auch gleich von unserem Begleiter Philip Beyer vom Elsass Lothringischen Volksbund relativiert. Zwar wurde der Elsässer Dialekt damit anerkannt aber nicht als eine deutsche Sprache. Für Frankreich, so wurde es uns erklärt, ist es eben leichter gewesen einen Dialekt zu akzeptieren, als die Deutsche Sprache an sich.
     
       Nachdem wir uns in der Jugendherberge einquartiert hatten ging es gleich zur Mimram – Brücke die über den Rhein Straßburg mit der deutschen Stadt Kehl verbindet. Erst 2004 eingeweiht, verdeutlichte sie uns das Zusammenwachsen Europas. Obwohl schon am spätenAbend, gab es immer noch viel Fußgängerverkehr auf der Brücke. Wie bei uns konnte man die Grenze zwischen beiden Ländern kaum wahrnehmen.
     
       Schon auf der Brücke wurde uns in ersten Gesprächen die aktuelle und historische Situation der Elsass Lothringer erklärt. Durch die starke Assimilation von Seiten Frankreichs ist es heute fast soweit dass Personen unter 30 kein Deutsch mehr sprechen. Dies liegt stark daran das es seit langem keinen deutschsprachigen Unterricht auf ebene der Muttersprache gibt. Erst in den letzten Jahren sind zweisprachige Schulen entstanden. Dies so meinte unser Begleiter mache einen Anteil von 0,7 – 1,2 % der Gesamten Schulen aus. Ob dies reiche und damit eine positive Trendwende beim Gebrauch der deutschen Sprache oder des Dialektes hervor gerufen werden könne, bleibt dahin gestellt. Auf die Frage, was unser Begleiter zuhause sprechen würde, antwortete er, dass er mit seiner Frau und seinen Kindern den Dialekt pflegt. Dies aber auch nur weil er sich seiner Identität bewusst sei. In vielen Familien sehe es aber so aus dass die Großeltern noch Deutsch/Dialekt reden, die Eltern entweder Deutsch oder Französisch, bei den Kindern untereinander nur noch Französisch gesprochen würde. Von unserer guten Lage in Nordschleswig ausgehend fragten wir uns, warum den kein deutsches Schulsystem in Elsass Lothringen aufgebaut wurde. Begründet durch ein anderes Privatschulsystem, doch vor allem durch die Zentralisierung Frankreichs, war dies nicht möglich. Durch ein lokales Parlament, wie wir es bei uns vorfinden, hätten die Elsass Lothringer im Bildungswesen aber auch in anderen bereichen ein größeres Mitspracherecht erhalten. So aber kann man sagen das grade das System des zentralisierten Staates Frankreich zur Assimilierung der Elsass Lothringer beigetragen hat.
     
       Nachdem wir lange auf der Brücke verharrt hatten, setzten wir uns in unseren Minibus und schauten uns Straßburg bei Nacht an. Vom Gebäude des Europarlamentes und dem Gebäude, welches unter Preußischer Herrschaft als Landtag diente, ging es dann zum Straßburger Münster und der Altstadt. Vor dem Münster stehend, erklärte uns Philip Beyer die Tradition Frankreichs, auf Kirchen immer die französische Trikolore zu hissen. In diesem Zusammenhang erzählte er uns, dass ein Bekannter in den 70er Jahren auf den Münster geklettert sei und dort die Elsass Lothringische Flagge als Symbol für mehr Autonomie gehisst hatte. Zur Information: Der Straßburger Münster ist 143 Meter hoch.
     
       Am nächsten Tag hatten wir dann auch die Möglichkeit den Münster zu besichtigen. Von ihm konnte man sehen wie dass Elsass mit dem Rhein zwischen zwei Gebirgsketten liegt. Nachdem wir auch die Innenstadt Straßburgs besichtigt hatten, fuhren wir in Richtung Westen an den Ort, wo Elsass und Lothringen aufeinander treffen. Dort schauten wir uns einige Burgruinen an und genossen den Kontrast zur Stadt. Nach einer mehrstündigen Wanderung wurden wir in einem Franziskanerkloster von dessen Abt begrüßt, welcher ebenfalls deutschsprachiger Elsässer war. Nach dem Einrichten unserer Schlafplätze machten wir es uns beim Grillen gemütlich. Unser Begleiter Philip stellte uns einen befreundeten Dichter vor: Ronald Euler - er las bei Mond und Kerzenschein einige seiner im lothringischem Dialekt geschriebenen Gedichte vor.
     
       Am nächsten Morgen, nachdem wir uns von unserem Begleiter Philip Beyer und Dichter Ronald Euler verabschiedet hatten, fragten wir die Franziskanermönche was sie den für die Übernachtung haben wollten. Da sie absolut kein Geld haben wollten konnten wir sie mit einer Flasche Gammel Dansk erfreuen.
     
    Quelle: JungeSpitzen (http://www.jungespitzen.dk), Mitglied der Jugend Europäischer Volksgruppen-JEV (www.yeni.org
    September 06

    Communiqué/Mitteilung

    Zweisprochiger Unterricht in Owernah/Enseignement bilingue à Obernai/Zweisprachiger Unterricht in Oberehnheim   

    Les associations du mouvement culturel alsacien et de parents d’élèves sont scandalisées par l’attitude inqualifiable des représentants de l’Inspection académique du Bas-Rhin qui refusent d’appliquer une décision de justice.
     
    Le juge administratif a sanctionné l’administration scolaire du Bas-Rhin pour ne pas avoir ouvert l’enseignement bilingue aux enfants de 5 ans d’Obernai. Le tribunal confirme ainsi la jurisprudence de la cour d’appel de Nancy de 2001, pourtant appliquée dans d’autres villes depuis cette date.
     
    Afin de ne pas appliquer cette décision, un courrier de l’inspecteur de la circonscription scolaire d’Obernai, adressé aux parents de ces enfants, tente de les décourager au motif fallacieux et stupide que pour faire apprendre une langue vivante par leur enfant, les parents devraient parler cette langue. De plus, l’administration ne saurait se fonder sur sa propre inaction pour refuser l’enseignement bilingue à des enfants, qui l’ayant attendu vainement plusieurs années, se retrouvent en grande section.
     
    Les associations demandent instamment des pouvoirs publics, Préfet, Recteur, Présidents des collectivités territoriales, qu’ils rappellent que la France est un état de droit et que l’Académie de Strasbourg doit appliquer cette décision de justice sans tenter d’avancer de nouveaux prétextes.
     
    Les associations signataires:
     
    §    AEPLAL, association des élus du Haut-Rhin pour la promotion de la langue et de la culture alsaciennes
    §    APEPA, association de parents d’élèves de l’enseignement public d’Alsace
    §    COMITE FEDERAL DES ASSOCIATIONS POUR LA LANGUE ET LA CULTURE REGIONALES D'ALSACE (http://www.alsace-lorraine.org/)
    §    ELTERN 67, association de parents d’élèves dans l’enseignement bilingue (http://www.eltern67.net/)
    §    ELTERN 68, association de parents d’élèves dans l’enseignement bilingue (http://eltern68.free.fr/)
    §    AJFE Association (Alsace-Junge fers elsässische) (http://www.ajfe.fr/)
    §    EURODISTRIKTSCHULE, association pour une école transfrontalière
    §    FER'S ELSASS, association culturelle alsacienne (http://www.fers-elsass.org/)
    §    HAUT CONSEIL NATIONAL POUR LES LANGUES REGIONALES DE FRANCE
    §    HEIMETSPROCH un TRADITION (http://www.heimetsproch.org)
    §    MATURA, association pour une éducation européenne en Alsace
    §    RITTE RITTE ROSS, association pour le bilinguisme à Rosheim (http://ritte.ross.free.fr)
    §    SOCIETE DES AMIS DE LA CULTURE BILINGUE EN ALSACE
    §    CULTURE & BILINGUISME d’ALSACE et de MOSELLE (http://site.voila.fr/alsacezwei)
    5 boulevard de la Victoire
    67000 STRASBOURG
    Tél   03 88 36 48 30
     
     
    le 05/09/2006

    September 03

    Isch d'r Summer erum ?

      
       Diss letscht hàn d'Sterngickler, d'Weltàllschwärmer, 's kopernikànisch Weltsystem revidiert, d'Plànete frisch klàssifiziert un numme die àcht ànerkennt, wo im Fernrohr gross genüe schine: d'r Plüto hàn se in d'Kategorie vun de viele kleine klàssiert, wo se noch ze entdecke hoffe.
       M'r Mensche, winzigi Erdzwarichle, interessiere uns ehnder fer diss, wàs uns uff unsrem Plànet direkt àngeht, un m'r stelle fescht, dàss es um uns erum nitt gràd rosig üsssieht. Wàs wurd vun de Forscher immer wieder verkindt ? Es soll uff unsere àlte Erdköjel àls wärmer were... m'r fröijt sich !.. Wem gedenkt denn eso-n-e hudlechter Summer wie der, wo m'r diss Johr erlawe?... In de fàmose "Hundsdäj" isch's numme im Jüli "hundsmassig" heiss gsi. Im Augscht, wo d'r wärmscht un truckerscht Monàt soll sin, het's jo fàscht àllewil "hundmassig" gerajt ! Vie lTraim, b'sundersch Ferie-Illüsione sin wajer "in's Wàsser gfàlle".
       Gewiss, vun àlters het heisst's "Noch Màrià Himmelfàhr frischer Wind schunn ewer d'Stupfle fàhrt", dàss àwer 's Spotjohr sich so friaj ànmeldt, het bstimmt niemes gàhnt. In de Alwe het 's schunn gschneit un d'Litt hàn dert schyns schun Fiir müen màche !
     
    D'Schüel fàngt àn !
     
       Vorgescht het d'r Septamber àngfànge un morje fàngt d'Schüel àn. Mànichi freie sich, d'Klàssekàmeràde un Kàmerädle widderzesahn, àndri hiiile Stràndbekànntschàfte nooch. Un de Kleini were Träne ewer d'Bäckle rolle, wann d'Màme se de Schüelmàmmsell ewerlosst. So isch's hàlt!... "D'Schüel fàngt àn, d'Schüel fàngt àn, kànnsch nix màche dràn !" singt d'r René Eglès in eim vun sine Kinderliadle.
       Wer ebbs will were, müess hàlt ebbs lehre... Un in de junge Johre lehre m'r àm lichschte. Wie heisst's ?... "Wàs d'r Seppele nitt lehrt, lehrt d'r Sepp nimmeh !" Hitzedààs müess m'r ebbs kenne, wenn m'r in d' Heh will komme in derre màss vun junge Mensche, wo sich mit Mül un Elleböje durichsetze welle !
     
    D'r Schnàwwelpeter (Raymond Matzen) 3/09/2006
    August 28

    Die Jungfrau auf dem Urstein

     
      Ein gewallthätiger Ritter, der seine Seele dem Teufel verschrieben hatte, raubte einst die schöne Tochter des Herren von Niedeck, da er in heftiger Liebe zu ihr entbraunt war. Als sie aber seine Werbung zurückwies, schleppte er sie auf den hohen Felsen des Ursteins und lies sie dort unter der Bewachung des Teufels zurück.
     
       Dieser umkreiste beständig den Felsen in Gestalt eine Hengstes und hinderte jeden Fluchtversuch der Jungfrau. Hunger und Durst sollten ihren Willen beugen; sie jedoch war immer bedacht, der Wachsamkeit des Teufels zu verschlüpfen. Endlich hat sie die Gelegenheit, sie sprang den Felsen hinab und floh das Alberschweiler Thal abwärts. Der Teufel eilte ihr nach und schon füllte die in Todesangst fliehende ihre Kraft schwinden, da läuteten die Glocken des nahen Klosters. Jetzt war die Macht des Teufels gebrochen, er musste ablassen von der Jungfrau. An der Stelle, wo sie zusammenbrach, sprudelt noch jetzt eine helle Quelle, die "fontaine de la dame blanche", oben aber im Gebirge, auf einem öden Plateau, Hengst genannt, steht eine rohähnliche Felsgestalt, der vielgenannte Hengstfelsen, von den Anwohnern noch jetzt mit abergläubischer Scheu und als Bestätigung der Sage betrachten.
    August 27

    Der Klapperstei(n) vun Milhusa

     
     
    Vor altà Zità hat mà-n-als | Il y a fort longtemps
    Da Wiblit ghànkt à Stei an Hals | on pendait à la gente féminine une pierre autour du coup
    In jedrà, wo z’viel gràtscht gha hat | A chacune, qui bavardait trop
    Un so sà gfiàhrt dur d’ganzà Stadt. | Et ainsi conduite à travers toute la ville
     
    Un d’Kronick sait’s, un s’isch o wohr | Et la chronique dis, et c'est aussi vrai
    Ma hàig en brücht vielmol im Johr | On l'utilisait plein de fois dans l'année
    Der Klapperstei häig viel gserwiart, | Le Klapperstei a beaucoup servi
    Un an da Martstag gfunktionniart. | Et a fonctionné à la St. Martin
     
    Vor Altem scho un bis dohi | Il y a longtemps déjà et jusqu'ici
    Sin d'Wibslit schints nia anderscht gsi: | Les femmes n'étaient sans doute pas si différentes:
    Das Rachta geht na hit noch no, | Le droit n'y suffit pas encore de nos jours, 
    s’bes Mül das erbt si so wia so | La mauvaise langue elles en héritent de toute façon
     
    Drum isch der Gmeinroth zsàmmaku | C'est pourquoi le Conseil municipal se rassembla
    Un hat e Decizion jetz gnu: | Et pris donc une décision:
    S’isch ghalta worda Red uf Red | S'est décidé discours après discours
    Der Stei miasst wieder uf’s Tapet | (Que) La Pierre doit de nouveau être d'actualité
     
    Un nit nur ein, das war nitt gnüa | Et pas qu'une seule, ce serait insuffisant
    Ma miasst a hundert ha derzüa | On doit en avoir une centaine
    Das sott so schnall ass miglig gschah | Etre effectif le plus rapidement possible
    Ma hat sa glich in d’Arwet ga | On s'est tout de suite mis au travail

    Zum Klapperstein bin ich gennant | A la pierre des bavards je suis nommée
    Den boeszen Maeulern wohl bekannt, | Bien connue des mauvaises langues,
    Wer Lust zu Zank und Hader hat | Quiconque a plaisir à la dispute et à la querrelle
    Der muss mich tragen durch die Stadt. | Celui-ci doit me porter à travers la ville.
     
    Un wenn’s ungfahr nitt langa sott | Et si approximativement ça ne suffisait pas
    So isch ma glich doch üs der Noth | Ainsi sommes nous dans la nécessité
    Am Platz a hundert nimmt ma zwei | A la place de cent on en prend deux (cent)
    Noch mehr, bis taüsig Klapperstei ! | Bien plus, jusqu'à mille Klapperstei !
     
    Nur ha-n-i Ängschta s’nutzt nitt viel | Seulement j'ai peur (mais) ça ne sert pas beaucoup
    Nia schwigt a Fraü derwaga still | Jamais ne se taira une femme
    En nur ei Mittel war racht güat, | Et seul un moyen serait vraiment le bon,
    I proposiar ass ma’s o thüat | Je propose que l'on fasse ainsi
     
    Statt an der hals, ha-n-ich erdankt | Au lieu au coup, j'ai imaginé
    Ass ma der Stei an d’Zunga hankt | Si l'on accroche la Pierre à la langue
    's war besser; numma fir zwo Stund | Se serait mieux, seulement pour deux heures
    Der Stei wiegt finfazwanzig Pfund | La Pierre pèse vingt-cinq livres
     
    Das miacht Effact, das war famos | Ca ferait de l'effet, ce serait fameux
    Denn d’Zunga wurd a Meter gross | Ainsi la langue mesurerait un mètre
    Mit so ma Firtüacht kännt’s nim geh | Avec ceci cette "epidémie" ne pourra plus continuer
    S’that sicher keina plaüdra meh |  Sûrement aucune ne bavardera plus
     
    Der Klapperstei soll wit un nooch | Le Klapperstei doit de près ou de loin
    In unser Zit drum lawa hoch | De nos jours donc être célébré
    Respact vor unser Vatterstadt | Respect à notre ville d'origine
    Wo’n z’allererscht erfunda hat | Où il a en tout premier été inventé